Was tun, damit mein Hund zunimmt?

Sollte dein Hund nicht an Gewicht zulegen können liegt es oftmals an einer falschen Futtermenge, zu viel Stress, an einer Krankheit oder an psychischen Problemen. Hole dir am besten Ratschläge von deinem Tierarzt oder probiere ein anderes Hundefutter aus.

Wenn ein Hund zu dünn ist, kann das genauso schädlich sein wie Übergewicht. Doch für verantwortungsvolle Besitzer gibt es verschiedene Mittel und Wege, um den Vierbeiner entsprechend zu füttern.

Die Gründe für eine Abnahme sind vielfältig – hier ist Fingerspitzengefühl gefragt!

Diese 6 Gründe für eine fehlende Gewichtszunahme beim Hund gibt es

Zu den möglichen Gründen der fehlenden Gewichtszunahme, kann folgendes zählen:

  • Bedürfnisse des Hundes
  • falsche Futtermenge
  • Stress
  • Krankheiten
  • psychische Gründe

Das Hundefutter sollte genau auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sein. Junge oder sehr aktive Hunde brauchen Futter, welches viel Energie liefert. Sieh Dir genau an, wie viele Kalorien Dein Hund – je nach Rasse, Aktivität und Alter – benötigt und füttere die entsprechende Sorte.

Ein weiterer Grund: Du fütterst vielleicht die richtige Sorte, aber die falsche Menge. Sieh Dir die Angaben auf der Verpackung genau an. Richte Dich exakt nach den Empfehlungen in Gramm und wiege das Futter im Zweifel ab, damit der Hund auf jeden Fall eine ausreichend große Menge bekommt.

Vielleicht steht Dein Hund unter Stress – körperlich oder psychisch. Genau wie wir Menschen auch, verbrauchen die Vierbeiner mehr Energie, wenn sie selten zur Ruhe kommen. Auch ein Umzug oder ähnliches kann dem Tier auf den Magen schlagen. Versuche in dem Fall, dem Hund einen ruhigeren Alltag zu ermöglichen.

Krankheiten kommen ebenfalls als Ursache infrage. Falls Dein Hund trotz einer Umstellung des Futters und der Lebensweise nicht zunimmt, gehe mit ihm zum Tierarzt. Dieser wird mithilfe gezielter Untersuchungen herausfinden, ob es körperliche Ursachen gibt, die behandelt werden müssen.

Ein Windhund hat einen anderen Grundumsatz und behält immer eine schlanke Statur.

Manche Hunde nehmen rassebedingt nicht zu. Handelt es sich bei Deinem Hund zum Beispiel um einen der windhundartigen Rassen, wirst Du mehr füttern können und Dein Hund nimmt trotzdem nicht zu. Ist die Rasse generell eher dünn, hat das keinen Einfluss auf die Gesundheit. In dem Fall solltest Du Dich an den schlanken Körperbau gewöhnen.

Manche Hunde haben Parasiten, ohne dass der Besitzer es merkt. Sorge dafür, dass der Hund regelmäßig entwurmt wird. Ansonsten kann es sein, dass der höhere Bedarf an Energie nicht gedeckt werden kann, ganz unabhängig davon, was und wie viel Du fütterst. Führe die Wurmkur zukünftig am besten regelmäßig durch.

Die psychische Gesundheit des Hundes – ein möglicher Grund für zu wenig Gewicht

Wenn Hunde häufig unter Stress stehen, neigen sie manchmal zu Untergewicht. Sorge dafür, dass Dein Vierbeiner vor, während und nach dem Fressen zur Ruhe kommt.

Etabliere einen geregelten Tagesablauf mit festen Zeiten für das Füttern, Spielen und Gassigehen. Je mehr Sicherheit Du Deinem Vierbeiner auf diese Weise vermittelst, desto eher wird er auch wieder zunehmen.

Zu welchen Uhrzeiten du deinen Hund füttern solltest, kannst du hier nachlesen.

Wenn ein Hund Kummer hat, wird er eventuell weniger fressen und ebenfalls nicht zunehmen. Gehe der Ursache auf den Grund und nimm Dir viel Zeit für Dein Haustier. Ist der Hund glücklich, wird er auch eher wieder zunehmen.

Wie der Hund gesund zunimmt ohne Zucker und Fett

Achte bei der Fütterung darauf, dass im Futter weder Zucker noch Fett ist. Beide Stoffe sorgen zwar dafür, dass das Tier zunimmt, sind jedoch gleichzeitig ungesund.

Leckerlis solltest du deinem Hund nur zu Trainingszwecken zum Fressen geben.

Willst Du Deinem Hund gesunde Fette zuführen, dann greife zu natürlichen Ölen, welche nicht nur für mehr Gewicht, sondern auch für glänzendes Fell und ein besseres allgemeines Befinden sorgen.

Zucker hat generell nichts im Futter zu suchen – auch nicht in Form von Getreide und Co. Hunde können davon Diabetes bekommen!

Neben der Fütterung spielt natürlich auch der Verbrauch an Energie eine Rolle. Sorge dafür, dass Dein Hund sich während der Phase einer Gewichtszunahme nicht zu viel bewegt. Natürlich soll er regelmäßig nach draußen und ausreichend beschäftigt werden.

Dauerndes Toben mit einem fremden Hund oder sehr ausdauernde Spaziergänge kosten den Körper Deines Hundes jedoch Energie, die er jetzt anderweitig braucht.

Diese Leckerbissen sorgen dafür, dass der Hund zunimmt

Willst Du Deinen Hund aufpäppeln, so kannst Du ihm spezielles Aufbaufutter geben, das viel Energie liefert. Alternativ dazu mischst Du unter das normale Futter bestimmte Lebensmittel, die sowohl gesund als auch nahrhaft sind.

Dazu gehört zum Beispiel fetter Fisch und frisches Fleisch mit einem hohen Proteinanteil. Willst Du kein frisches Futter zugeben, dann besorge Knabbereien, die aus getrocknetem Fleisch bestehen. Diese nimmt fast jeder Hund gerne an und sie bringen einen hohen Anteil an Eiweiß und Energie mit.

Alle Lebensmittel, die viel Stärke enthalten, kannst Du ebenfalls mit zum normalen Futter hinzugeben. Dazu gehören Kartoffeln, die weder Fett noch viel Zucker enthalten und daher sogar schonend für die Verdauung Deines Vierbeiners sind. Koche sie auf jeden Fall ab, bevor Du sie fütterst!

Wenn du eine süße, aber gesunde Leckerei anbieten willst, kannst du auch auf Bananen oder Äpfel zurückgreifen.

Alternativ zu frischen Lebensmittel kannst Fischöl über trockenes Futter geben oder spezielles Pulver mit dem Nassfutter aus der Dose vermischen. Diese Pulver bestehen meistens aus einem hohen Anteil an tierischen Fetten, daher werden sie nur vorübergehend als Kur gegeben und nicht auf Dauer.

Simple Rezepte zum selber machen

Damit du gleich weißt, wodurch dein Hund wieder zunimmt, haben wir ein Rezept für dich.

Rind oder Huhn mit Haferflocken liefern sehr viel Energie, ohne schwer im Magen zu liegen oder zu viel Zucker zu beinhalten. Alles, was Du dafür brauchst:

  • Frisches Rindfleisch oder Fleisch vom Hühnchen
  • Haferflocken
  • Distelöl, hochwertig

Besorge das Fleisch am besten vom Metzger und achte darauf, dass es nicht zu viel Fett enthält. Zudem benötigst Du Haferflocken aus dem Supermarkt und hochwertiges, kalt gepresstes Distelöl.

Handelt es sich um einen mittelgroßen bis großen Hund, benötigst Du 250 Gramm Flocken und die gleiche Menge an Fleisch. 30 Milliliter Distelöl sind angemessen. Gare das Fleisch kurz und vermische es danach mit dem Öl und den aufgekochten Flocken.

Ein weiteres Rezept: Gare klassisches Suppengemüse, Nudeln und ein Hühnchen für rund 60 Minuten. Lass alles abkühlen und gib es dem Hund nach und nach in kleinen Portionen zusätzlich zu seinem normalen Futter. Dieses selbstgekochte Futter kannst Du gut einfrieren!

Fazit – Hund nimmt nicht zu

In dieser Tabelle zeigen wir dir die Ursachen, warum dein Hund nicht zu nimmt:

Ursache 1:Dein Hund hat eine Krankheit und nimmt deshalb nicht zu.
Ursache 2:Dein Hund hat zu viel Stress und Ängste und nimmt deshalb nicht zu.
Ursache 3:Dein Hund bekommt zu wenig zu Fressen und nimmt deshalb nicht zu.
Ursache 4:Dein Hund bestimmte Bedürfnisse und nimmt deshalb nicht zu.

Damit dein Hund wieder zu nimmt, ist es wichtig, die möglichen Fehlerquellen zu finden. Das können neben der falschen Futtermenge, Stress, Krankheiten oder psychische Gründe sein, warum der Organismus deines Hundes eher ab- als aufbaut.

Doch damit dein Hund wieder zu nimmt, ist es hilfreich das Problem zu finden und die Ursache aus dem Weg zu schaffen.

Wenn alle Fehlerquellen ausgeschlossen wurden, kann es auch sein, dass dein Hund einfach eine schlanke Statur hat und es ihm eigentlich an nichts fehlt.

Solltest du dennoch einen etwas normal aussehenden Hund haben wollen, kannst du mit geeignetem Futter zufüttern.

Dabei solltest du die Zuckerbomben lieber weglassen und dafür auf gesunde Alternativen setzen, die deinem Hund auch alle wichtigen Nährstoffe bringen.