Wohin mit Hund während der Arbeit

Ein Hund ist ein treuer Weggefährte, der dir immer zur Seite steht. Und vielleicht möchtest du dir auch einen Hund anschaffen, doch bist berufstätig. Dies muss nicht zwangsweise ein Hindernis sein.

Welche Möglichkeiten du hast, einen Hund zu halten und Vollzeit berufstätig zu sein, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn du dir als berufstätiger Mensch einen Hund zulegen willst. Einige Dinge solltest du jedoch vor der Anschaffung bedenken.

Aufgepasst bei der Hundewahl

Jeder Hund hat einen einzigartigen Charakter. Genauso hat jede Rasse so ihre Vor- und Nachteile. Dies sollte in deine Entscheidung mit einfließen. Du solltest auch bei der Wahl des Hundes genau darauf achten, was für Bedürfnisse der Vierbeiner hat.

Ein Windhund oder Husky muss deutlich mehr laufen als ein Chihuahua. Bulldoggen sind sturer als ein Labrador. So bietet jeder Hund eigene Voraussetzungen und das Ziel ist es, den passenden Hund für die eigenen Umstände zu finden.

Um schon einen kleinen Eindruck zu gewinnen, kannst du dich bei unseren Rassevergleichen umsehen.

Es bietet sich also an, den Hund danach auszusuchen, ob er viel Zeit benötigt, wie hoch sein Bewegungsdrang ist und ob der Hund viel oder wenig ausgelastet werden soll.

Solltest du viel unterwegs sein und nicht täglich mehrere Stunden Zeit für Spaziergänge haben, empfiehlt sich eher eine ruhigere Rasse.

Ein Hund braucht viel Auslauf und mindestens genauso viel Erziehung. Wenn du dir also einen vierbeinigen Freund zulegen möchtest, solltest du dieses tun, wenn du frei hast. Wenn du in einer Partnerschaft lebst, reicht es, wenn einer von euch Zuhause ist. Im Idealfall sind natürlich alle Bezugspersonen möglichst viel Zuhause.

Die Hauptsache ist jedoch, dass der Hund anfangs so wenig wie möglich alleine ist. Du möchtest den Neuankömmling sicher in seiner vollen Bandbreite kennenlernen. Dies gilt natürlich insbesondere bei Welpen.

Der Hund wird nach und nach lernen, dass er auch eine Weile alleine bleiben kann. Wenn du dies jedoch vermeiden möchtest, gibt es diverse Alternativen.

Der Hund kann einige Zeit alleine bleiben

Solltest du nicht den halben Tag lang auf der Arbeit sein, kann der Hund auch einige Stunden alleine verbringen. Dies musst du ihm allerdings schrittweise beibringen.

Er sollte von klein auf lernen, dass du immer wiederkommst. Wenn er dies verinnerlicht hat, wird er auch für eine gewisse Zeit auf dich verzichten können. Sollte dieser Gedanke dir jedoch widerstreben, gibt es noch andere Möglichkeiten.

Dein Hund kann Schritt für Schritt lernen, das er später ruhig alleine bleiben kann. Wie dies genau funktioniert und was es alles zu beachten gilt, findest du im Artikel Hund – wie lange alleine lassen.

Alternativen zum alleine bleiben

Wenn du deinen Hund nicht alleine lassen möchtest und er das vielleicht auch noch nicht so perfekt kann, bieten sich andere Möglichkeiten.

Dein Hund kann neben dem alleine bleiben auch:

  • von dir während dem Homeoffice betreut werden
  • vom Partner/Freunden/Verwandten betreut werden
  • in der Hundepension untergebracht werden
  • mit dem Hundesitter unterwegs sein

Vielleicht kannst du ganz einfach mit deinem Vorgesetzten reden. Homeoffice bietet auch eine gute Möglichkeit. Natürlich ist die Vollzeit Homeoffice-Stelle eher eine Ausnahme, aber sofern du zumindest die Hälfte der Zeit für deinen Hund da sein kannst, ist schon mal viel gewonnen.

Wenn du eine*n Partner*in hast, der/die ebenfalls berufstätig ist, könnt ihr euch mit dem Hund abwechseln. So hat euer Familienmitglied immer eine gewohnte Bezugsperson um sich. Außerdem könnt ihr dem Hund zeitlich gerecht werden, müsst euch beruflich jedoch nicht einschränken.

Solltest du über einen Berufswechsel nachdenken, kannst du dies natürlich auch miteinfließen lassen. Schau nach Berufen, die du zum Teil von Zuhause aus erledigen kannst. Möglicherweise findest du auch eine Tätigkeit, bei der dein Hund dabei sein kann.

Natürlich bieten auch Hundehotels oder einige Hundeschulen die Möglichkeit, deinen Hund aufzunehmen. Dies ist allerdings eine kostspielige Variante. Sie erfordert auch ein gewisses Maß an Training.

Der Hund sollte nicht direkt, nachdem du ihn geholt hast, abgegeben werden. Außerdem muss er unter Umständen an andere Hunde gewöhnt werden. Dein vierbeiniger Freund sollte sozialisiert sein und die finanziellen Mittel müssen stimmen.

Zudem muss in der jeweiligen Einrichtung die Kapazität für deinen Hund gegeben und dein Hund und du müssen von der Hundepension begeistert sein. Sind diese Kriterien erfüllt, steht dem ganzen jedoch nichts im Weg.

Bei Freunden verhält sich dies ähnlich. Sie müssen die zeitlichen und räumlichen Kapazitäten für deinen Hund haben. Und natürlich sollten sie auch Lust haben, deinen Vierbeiner bei sich zu beherbergen. Diese Alternative funktioniert also nur, wenn deine Freunde einverstanden sind.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, einen Hundesitter einzustellen. Beachte jedoch hierbei, dass auch dies eine kostspielige Variante ist.

Der Sitter muss bezahlt werden. Außerdem sollten sich dein Hund und die neue, fremde Person vorher kennenlernen. Diese Möglichkeit bietet deinem Vierbeiner jedoch, in seiner gewohnten Umgebung bleiben zu können.

Hilft alles nichts – der Job bleibt, der Hund müsste eigentlich 7 Tage die Woche in die Hundepension

Wenn alles nichts bringt und der Hund mehr Zeit bei anderen Menschen verbringt, als bei dir, so musst du dir Gedanken machen, ob du deine Zeit anders verteilst.

Dir müssen die Konsequenzen, die ein Hund mit sich bringt, jedoch bewusst sein.

Berufe, bei denen du viel weg bist, sind keine optimale Voraussetzung für eine artgerechte Hundehaltung. Ebenso ständig wechselnde Schichten, bei denen du Überstunden machen musst. Ein Hund braucht Beständigkeit und Ansprache.

Bei häufigen Geschäftsreisen solltest du überdenken, ob ein Hund der richtige Gefährte für dich ist. Auch wenn deine Arbeit dich mit Fahrzeiten um die zehn Stunden in Anspruch nimmt, musst du abwägen, ob du dem Hund gerecht werden kannst.

Aber wenn du unbedingt einen Hund willst, findest du einen Weg. Vielleicht reicht es auch schon, wenn du den Kompromiss aus weniger Arbeitsstunden und einer Hundepension wählst.

Fazit Hund und Arbeit vereinbaren

In dieser Tabelle zeigen wir dir, wo du deinen Hund während der Arbeit unterbringen kannst:

Möglichkeit 1:Freunde oder Verwandte übernehmen deinen Hund während der Arbeitszeit.
Möglichkeit 2:Du verbringst deine Arbeitszeit im Homeoffice.
Möglichkeit 3:Dein Hund kommt für die Zeit, wo du arbeitest in eine Hundepension.
Möglichkeit 4:Ein Hundesitter passt auf deinen Hund auf, während du zur Arbeit bist.

Es gibt durchaus zu beachtende Aspekte, bevor man sich einen Hund anschafft. Werden diese allerdings vorher durchdacht und geklärt, steht der Hundehaltung nichts im Weg.

Ein Hund möchte jeden Tag möglichst viel Zeit mit dir verbringen. Solltest du arbeiten, muss der Hund von anderen betreut werden.

Ob du den Hund beim Hundesitter, in der Hundepension abgibst oder deine Freunde deinen Hund betreuen können, hauptsache du findest jemanden, der für dich einspringt.