Dobermann oder Rottweiler?

Viele Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Hund für Haus und Hof anzuschaffen, stehen vor der großen Frage: Eignet sich ein Dobermann oder Rottweiler besser für uns?

Derzeit steigt die Beliebtheit der Rottweiler und Dobermänner erneut stark an, sodass ein kurzer Blick auf deren rassetypischen Merkmalen für dich genau richtig ist.

Denn eines darf kein potenzieller Hundebesitzer vergessen: Jeder Vierbeiner weist rassentypische Merkmale auf, benötigt eine andere Erziehung und fordert nach Möglichkeit auch viel vom Besitzer.

Um dem Vierbeiner gerecht zu werden, ist es aus diesem Anlass wichtig, beim Rottweiler oder Dobermann genau zu wissen, was einen erwartet.

Der Dobermann und seine typischen Rassenmerkmale

Der freundliche Dobermann begeistert mit seinem Wesen und einem sehr anhänglichen Charakter. Genau deswegen kommt er vermehrt in Familien vor, aber dennoch muss von der Erziehung bis zum Zeitaufwand einiges beachtet werden.

Wenn der Dobermann zu wenig Bewegung erhält, allein gelassen und nicht gefördert wird, kann sich ihr Ruf als „aggressiver Vierbeiner“ schnell entwickeln, was es zu vermeiden gilt.

Wer sich mit einem Dobermann anfreunden möchte, sollte zudem im Vorfeld wissen, welche Lebenserwartungen und Eigenschaften der besondere Vierbeiner mit sich bringt, um herauszufinden, ob diese Rasse zu einem passt.

Der Rassensteckbrief eines Dobermanns im Check

  • Lebenserwartung: 10 bis 13 Jahre
  • Gewicht: 33 bis 41 Kilogramm
  • Fellfarbe: Rehbraun, Schwarz, Rotbraun
  • Größe: 64 bis 71 cm

Der Dobermann ist ein großer Hund, der Erziehung benötigt, um sein freundliches Wesen zu präsentieren. Es handelt sich schließlich um einen furchtlosen Vierbeiner, der ausgesprochen intelligent ist, aber in den falschen Händen eben zu seinem „dusteren Ruf“ gelangt.

Der Dobermann kann auch gut mit anderen Hunderassen gehalten werden.

Denn auch als Aufpasser und Familienbeschützer agiert der Dobermann schnell. Doch mit der richtigen Erziehung, viel Aufmerksamkeit und einem tollen Umfeld haben auch Familien von dem schützenden Vierbeiner viel Freude.

Sein Jagdtrieb ist nicht stark ausgeprägt, dafür umso mehr seine Intelligenz. Er möchte beschäftigt werden, sonst sucht er sich Beschäftigung. Viel Bewegung, am Besten auch im eigenen Garten, können den Dobermann gut auslasten.

Der Rottweiler ist mehr als nur ein Schutz- und Wachhund

Für viele Menschen gilt der Rottweiler als Sinnbild eines aggressiven Vierbeiners, aber das stimmt bei Weitem nicht.

Ähnlich wie der Dobermann weist der Rottweiler zweifelsohne einen hohen Beschützerinstinkt auf und schützt seine Familie in jeder brenzlichen Situation.

Der Rottweiler braucht viel Auslauf und ist ein absoluter Familienhund.

Auch das heimische Grundstück ist sein Revier und wird vor Eindringlingen beschützt, aber dennoch ist der Vierbeiner weit entfernt von einer aggressiven Bestie, wie die Medien es gerne darstellen.

In falschen Händen ist der Rottweiler wie der Dobermann auch eine „Waffe“, aber erziehungsbewusste Besitzer wissen mit dieser Eigenschaft derart gut umzugehen, dass sich ein Familienhund herauskristallisiert, welcher im Ernstfall sich jedoch bemerkbar macht, um den Schutz seiner Liebsten zu gewähren.

Die rassetypischen Merkmale des Rottweilers im Check

  • Lebenserwartung: 8 bis 11 Jahre
  • Gewicht: Hündinnen 35 bis 48 kg, Rüden 50 bis 50 kg
  • Größe: Hündinnen 56 bis 63 cm, Rüden 61 bis 69 cm
  • Fellfarbe: Schwarz, Mahagoni, Lohfarbe

Ähnlich wie beim Dobermann geht man eine langjährige Verbindung ein, die Erziehung, Stabilität und Sicherheit für den Vierbeiner aufweisen muss.

Der Rottweiler wird bis zu 11 Jahre alt.

Nur so wird das genügsame Wesen des Vierbeiners zum Vorschein kommen, welches sich auch als Familienhund eignet.

Wenn der Dobermann reichlich Auslastung bekommt und genügend gefordert wird, wird er ein ruhiger und zuverlässiger Begleiter.

Dobermann und Rottweiler – das muss ein Besitzer über ihr teils unterschiedliches Wesen wissen

Der Dobermann gilt als freundlicher Vierbeiner, der sehr gerne mit Aufmerksamkeit belohnt wird. Er muss jedoch schnell erzogen werden, da er die Schwächen seiner Besitzer ausnutzen kann und spätestens in der Pubertät ein gerne aufdringliches Wesen zeigt.

Wer dies einreißen lässt, läuft Gefahr, dass der Vierbeiner denkt, er habe die Kontrolle daheim und müsse das so handhaben. Ansonsten hat er eine starke Persönlichkeit, wodurch er konsequent erzogen werden muss.

Darüber hinaus kann er treu sein und alles für seinen Menschen tun. Er ist bei guter Erziehung in der Lage, sich problemlos unterzuordnen, und achtet auf die Familienmitglieder im Haushalt.

Kindern gegenüber ist er, wenn er sie von Beginn an kennt, ohnehin sehr aufgeschlossen.

Der Dobermann gilt als neugierige Rasse, sodass man außerhalb der vier Wände hier und dort durchaus genauer achten muss, was für einen Unsinn der junge Hund so treibt, ehe er sich an alles Neue gewöhnt hat.

Das Wesen des Dobermannes im Kurzcheck:

  • freundlicher Vierbeiner, selbstsicher
  • bei guter Erziehung ein vorbildlicher Hund
  • neugierig, treu

Während der selbstsichere Rottweiler natürlich auch als Familienhund geeignet ist, kommt er vermehrt als Wach- und Schutzhund zum Vorschein. Dies meist mit fatalen Folgen für seinen Ruf!

Er ist unerschrocken und ausgesprochen selbstsicher. Deswegen benötigt er Besitzer, die eine starke Hand aufweisen und die Erziehung nicht aufgrund seines süßen Wesens schleifen lassen.

Sein starker Schutztrieb ist der Grund, wieso es häufig zu brenzligen Situationen in Kombination mit einer mangelnden Erziehung kommt, sodass hier wirklich eine treue, lobende, aber starke Hand da sein muss.

Er erwartet, geführt zu werden und muss wissen, dass er nur im Ernstfall zum Schutz der Familie eingreifen muss und nicht in jeder Situation. Er ist unglaublich ausdauernd, wissbegierig und neugierig, sodass die Spaziergänge zu einem echten Highlight werden.

Das Wesen des Rottweilers im Kurzcheck:

  • neben einem Familienhund auch als Wach- und Schutzhund geeignet
  • unerschrocken, selbstsicher
  • bei guter Erziehung ein vorbildlicher Hund
  • wissbegierig, ausdauernd

Dobermann oder Rottweiler – für wen ist welche Rasse gut geeignet?

Beide Vierbeiner eignen sich für starke Persönlichkeiten, die die Erziehung nicht scheuen. Sie muss jedoch standhaft sein, damit die Vierbeiner ihre schützende Persönlichkeit nicht durchgehend zum Vorschein bringen.

Dies hat ihnen in der Vergangenheit schließlich einen negativen Ruf eingebracht.

Sowohl der Dobermann als auch der Rottweiler sind problemlos in Familien zu integrieren, sehr neugierig und aufgeschlossen.

Eine zu belebte Familie wäre dennoch für beide Vierbeiner keine allzu gute Idee, um Stress für den Hund, der das Wesen beeinflussen kann, zu vermeiden.

Viel Auslauf benötigen indes beide Hunderassen und auch eine ausreichende Förderung ihrer geistigen Fähigkeiten.

Wenn dies gegeben ist, kann man an beiden Hunderassen viel Freude haben. Wer abschließend noch den Schutz seines Anwesens in Betracht zieht, sollte derweil eher auf den ausdauernden Rottweiler zurückgreifen.

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Fazit zu zwei energischen Hunderassen

Nicht nur äußerlich, sondern auch ganz dezent im Umgang sind sich Dobermann und Rottweiler schon recht ähnlich.

Die Wahl zwischen diesen Hunderassen fällt wahrlich schwer, da beide ihre Vorzüge haben. Im Vergleich kannst du sehen, dass beide Hunde sehr aktiv sein können.