Ab wann mit Hund joggen

Einen Hund zu haben ist eine tolle Sache. Doch jeden Tag mehrmals nur stumpf spazieren zu gehen langweilt auf Dauer meist nicht nur den Halter, sondern auch den Hund.

Je nach Hunderasse kann ab einem Alter von 1 bis 1,5 Jahren der Hund an das Joggen herangeführt werden.

Dann wird es Zeit für ein wenig mehr Action, um Abwechslung in den Alltag zu bringen und den Vierbeiner besser auslasten zu können!

In diesem Artikel soll es deshalb rund um das Thema Joggen mit Hund gehen.

Ab welchem Alter darf mein Hund mit mir joggen gehen?

Um deinen Hund mit auf Joggingtouren nehmen zu können, sollte er körperlich ausgewachsen sein. Hier gilt es auch zu beachten, dass kleine Hunde meist früher ausgewachsen sind als große Hunde.

Hunde brauchen viel Bewegung. Fange beim Joggen aber immer erst mal langsam an.

Unter einem Jahr solltest du – unabhängig von der Rasse des Hundes – auf das Joggen verzichten, da in diesem ersten Lebensjahr die Gelenke noch zu weich sind und durch die recht hohe Belastung beim Joggen Schaden nehmen können.

Bei kleinen und mittlerer Rassen kann ab dem Alter von einem Jahr langsam über das Joggen nachgedacht werden. Bei großen Rassen wie bspw. dem Schäferhund oder dem Rottweiler solltest du lieber noch ein halbes Jahr länger warten.

Muss ich meinen Hund speziell trainieren?

Ja, auf jeden Fall! Auch Hunde müssen – genau wie Menschen – langsam Kondition aufbauen, ihren eigenen Laufrhythmus entwickeln und sich selbst kennenlernen, um erfolgreich lange Strecken joggen zu können.

Aus diesem Grund solltest du mit kurzen Strecken beginnen. Vor dem Training sollte dein Hund die Möglichkeit bekommen, seinen natürlichen Bedürfnissen nachgehen zu können.

Das bedeutet, dass ihr vorher ein paar Meter normal spazieren geht und der Hund schnüffeln und sich erleichtern kann.

Dein Hund muss erst den Unterschied zwischen Gassi gehen und Joggen erkennen.

Dann beginnt das Training. Hierzu empfiehlt es sich (zumindest am Anfang), dass du deinen Hund an eine normale Führleine nimmst.

Idealerweise ist dein Hund so leinenführig, dass er sich deinem Tempo stets anpasst und die Leine auch bei Ablenkungen immer locker bleibt. Ist dies nicht der Fall, so solltest du dies zuerst üben. Bringe deinem Hund außerdem bei, dass er nicht einfach die Seite wechselt.

Seid ihr am Joggen und der Hund wechselt vor deinen Füßen plötzlich ohne Vorwarnung die Seite, so passiert es schnell, dass du über den Hund stürzt und dich und/oder den Hund verletzt.

Am besten ist es, wenn du für das Joggen ein anderes Halsband oder Geschirr nutzt als zum normalen Gassi gehen. So weiß dein Hund genau, was ihr heute machen werdet und kann sich darauf einstellen.

Hast du deinem Hund nun beigebracht an einer lockeren Leine in jedem Tempo neben dir zu laufen und diese Position auch zuverlässig zu halten, könnt ihr nun mit dem Joggen beginnen. Gerade am Anfang reicht es schon, wenn ihr eine Minute zusammen lauft.

Die kann dann nach und nach – je nachdem, wie schnell der Hund Kondition aufbaut – auf zwei, drei, fünf, zehn, usw. Minuten gesteigert werden.

Schaue auch, wie schnell du läufst und wie das Tempo deines Hundes aussieht. Es macht keinen Sinn, wenn du auf der Stelle trippelst und dein Hund schwer hechelnd hinter dir her gezogen werden muss.

Die andere Seite wäre auch ungünstig, wenn du einen großen Hund hast, aber selber entspannt Joggen möchtest, aber dein Hund dich dabei immer überholt.

Wichtig ist auch, dass du deinem Hund bei längeren Touren genügend Pause gönnst. Auch ist das tägliche Joggen nicht zu empfehlen, da sich die Muskeln des Hundes (und auch von dir selbst) regenerieren müssen.

Das Training sollte daher nur alle zwei Tage stattfinden.

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Ist das Joggen bei jedem Wetter möglich?

Grundsätzlich kannst du mit deinem Hund bei jedem Wetter joggen gehen. Egal ob es windig ist, regnet, die Sonne scheint oder es schneit – das Joggen macht so gut wie immer Spaß.

Das einzige Kriterium hierbei ist die Temperatur. Klettert das Thermometer über 20°C, so solltest du deinem Hund zuliebe auf das Joggen verzichten. Hunde kommen mit Hitze deutlich schlechter klar als wir Menschen.

Stellst du fest, dass es deinem Hund zu warm wird, so solltest du das Training direkt abbrechen und eine Pause an einem schattigen Plätzchen anbieten. Achte auch darauf, dass dein Hund immer genügend Wasser trinken kann.

Steigen die Temperaturen langsam, so solltest du deine Runden in den Wald verlegen und dort früh morgens oder spät abends Laufen gehen. An besonders heißen Tagen sollte ganz auf das Training verzichtet werden.

Auch wenn es im Winter glatt ist, solltest du auf das Joggen verzichten, da Glatteis ein hohes Verletzungsrisiko birgt.

Weiche Untergründe sind optimal, um mit dem Hund zu joggen

Auf diesem Untergrund ist es ideal, mit Hund zu joggen

Um die Gelenke deines Hundes zu schonen, sollte der Boden nicht zu hart sein. Mit dem Hund über den Asphalt zu joggen ist daher ein absolutes No-Go! Idealerweise gehst du mit deinem Hund auf natürlichem Waldboden Joggen. Dieser ist nicht zu hart, aber auch nicht so weich, dass dein Hund umknickt.

Wiesenwege eignen sich vom Härtegrad her auch zum Joggen, allerdings bergen viele Wiesen andere Gefahren. Bspw. finden sich auf Wiesen häufig Mauselöcher.

Auf Waldboden ist es für dich und deinem Hund am angenehmsten.

Tritt der Hund in ein solches Mauseloch, so kann er sich leicht die Pfote zerren, verstauchen oder sich sogar einen Kreuzbandriss zuziehen. Aus diesem Grund ist auch eine Wiese nicht wirklich zum Joggen geeignet.

Natürliche Wald- und Feldwege sind hier der ideale Trainingsplatz, der gut und gern genutzt werden kann und sollte.

Solltest du Schotterwege in der Nähe haben, sind diese bedingt gut für deinen Hund. Nach Möglichkeit wähle Wald- oder Wiesenwege, wenn ihr Joggen geht.

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Fazit – Joggen mit Hund

Um Abwechslung in den Alltag deines Hundes zu bringen, kannst du mit ihm joggen gehen. Damit dies euch beiden Spaß macht, gibt es einiges zu beachten.

Damit das Joggen reibungslos läuft, ist ein guter Grundgehorsam vom Hund wichtig. Auch die Leinenführigkeit wird hier auf die Probe gestellt, so soll der Hund permanent bei dir bleiben und möglichst nicht auf Nasenarbeit gehen.

Im Vorfeld sollte Kondition aufgebaut und das Pensum nur langsam gesteigert werden. Zusätzlich sind die Wetterverhältnisse in den Plan einzubeziehen.

Die Wohlfühltemperatur des Hundes liegt im Frühjahr, bei großer Hitze sollte der Hund lieber morgens oder spät abends bewegt werden.

Viel Spaß beim Training mit deinem Hund!