Welche Hunde kuscheln gerne?

Das Wesen jedes einzelnen Hundes ist unterschiedlich. Während es Tiere gibt, die nicht gerne gestreichelt und -kuschelt werden, gibt es andere, die gar nicht genug davon haben können.

Hast du beispielsweise vor, einen Hund aus dem Tierheim zu retten, kann es sein, dass dieser erst einmal Vertrauen aufbauen muss.

Vor allem Hunde, die geschlagen wurden, haben häufig Probleme mit der Nähe zum Menschen. Lebt ein Hund hingegen bereits von klein auf mit dir, wirkt sich dies, bei der richtigen Erziehung positiv auf das Kuschelverhalten aus.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein Hund, der mit Liebe und Fürsorge gehalten wird und der noch keine Gewalt erleben musste, sehr auf dich fixiert sein kann.

Du kannst sozusagen jedem Welpen beibringen zu kuscheln. Natürlich gibt es Rassen, die von Natur aus mehr auf den Menschen fixiert sind als andere. Jedoch spielt das Wesen des Hundes hierbei eine große Rolle.

Ist der Hund sehr anhänglich und kann nicht genug Streicheleinheiten bekommen, ist das Kuscheln ein Muss. Bekommt er diese Liebe und Zuwendung plötzlich nicht mehr, kann dies sogar traumatisch für deinen Hund sein.

Grundsätzlich gilt, dass ein Hund, der Zuneigung gewöhnt ist, Kuscheln muss. Dies ist im Übrigen nicht nur für das Tier toll, sondern auch für dich. Glückshormone können so ausgeschüttet werden.

Nicht jede Hunderasse mag es, gekuschelt zu werden.

Welche Hunderassen kuscheln gerne?

Pauschal kann man natürlich nicht sagen, dass eine bestimmte Hunderasse immer mit dir kuscheln will.

Die Erziehung spielt hier eine große Rolle. Jedoch gibt es bei den verschiedenen Hunderassen einige, bei denen die Chance groß ist, dass das Tier kuscheln möchte und sehr verschmust ist.

Der Labrador beispielsweise ist eine sehr treue Hunderasse, welche stark auf den Menschen fixiert ist und sich auch in Familien wohlfühlt.

Dies gilt übrigens auch für den Golden Retriever. Beide Rassen sind anhängig und fühlen sich bei dir Wohl.

Die folgenden Rassen gehören ebenfalls zu den verschmusten Hunden:

  • Malteser
  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Chihuahua
  • Einige Terrierrassen
  • Springer Spaniels
  • Pudel

Du solltest allerdings unbedingt beachten, dass nicht jeder Hund der aufgezählten Rassen unbedingt kuscheln möchte.

Die Chancen, dass dies der Fall ist, wenn du den Hund bereits von klein auf bei dir hast, sind jedoch sehr groß. Muss ein Hund sich erst an das Gefühl von Liebe gewöhnen und Vertrauen aufbauen, kannst du diesen Schritt für Schritt an die tollen Streicheleinheiten gewöhnen.

Nimm dir hierfür Zeit und werde nicht ungeduldig, wenn der Hund nicht so schnell Vertrauen aufbaut, wie es dir lieb wäre. Geduld ist hier unverzichtbar.

Was kann ich tun, wenn mein Hund zu viel kuscheln will?

Du kannst deinem Hund beibringen, dass er nur in bestimmten Zeiten zum kuscheln kommen kann. Gerade wenn du alltägliche Sachen erledigst, wäre es unpraktisch, wenn dein Hund gerade dann das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit hat.

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, deinem Hund Grenzen zu setzen. In der Erziehung eines Hundes ist es erforderlich, dass dein Hund lernt, deine Grenzen zu akzeptieren.

Dadurch kannst du bestimmen, wann ihr kuscheln wollt und wann es dir zuviel wird. Das Bedürfnis zu kuscheln, sollte möglichst von dir ausgehen. Du bestimmst in eurer Beziehung wann dein Hund zu dir kommen darf.

Natürlich musst du liebevoll bleiben und kannst damit deinem Hund eine verständliche Grenze aufzeigen.

Doch wie kannst du deinem Hund vermitteln, das du gerade keine Zeit für ihn hast?

So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, dass, immer wenn du am Computer arbeitest, dein Hund auf seiner Decke ruhen soll. Vorher könntest du deinem Hund ein paar Tricks beibringen und ihn beschäftigen.

Die Zeitspanne musst du nun langsam ausdehnen und immer nur um wenige Minuten verlängern. Hierbei ist Geduld gefragt.

Sollte dein Hund trotzdem deine Aufmerksamkeit verlangen, könntest du ein Kommando einführen, wodurch dein Hund versteht, das er sich ruhig verhalten und warten soll.

Mit einigen Wiederholungen kann dein Hund das neue Kommando damit verknüpfen, dass du jetzt keine Zeit für ihn hast, aber dein Hund bald mit dir rechnen kann.

Bei all diesen Tricks ist es aber immer wichtig, das positive Verhalten zu belohnen. Da jeder Hund anders lernt, musst du individuell auf deinen Hund eingehen.

Die Katze hält sich in der Nähe des Hundes auf, doch was ist, wenn der Hund beim Menschen lieber Abstand hält?

Was kann ich tun, wenn mein Hund nicht gerne kuschelt?

Möchte dein Hund nicht kuscheln, kann dies viele Gründe haben. Zu den möglichen Gründen zählen:

  • Sozialisierung
  • Vertrauen
  • Stress
  • Gesundheit
  • Erziehung
  • Wesen

Beispielsweise wurde dein Hund als Welpe nicht ausreichend sozialisiert oder ist auf der Straße aufgewachsen. Kuscheln ist diesem dann völlig fremd.

Es kann auch sein, dass dein Hund nicht ausreichend Vertrauen zu Menschen hat. Für eure Vertrauensbasis gehören Geduld, Erziehung und eine gute Portion Verständnis und Liebe.

Jedoch spielt auch Stress eine Rolle. Auf Stress reagiert jeder Hund anders. Während die einen hektischer werden und leicht überreagieren, ziehen sich andere eher zurück.

Sollte dein Hund eigentlich immer gerne mit dir gekuschelt haben und jetzt nicht mehr so oft zu dir zum kuscheln kommen, können auch gesundheitliche Probleme dahinter stecken.

Ein Tierarztbesuch könnte hier Probleme aufdecken, die du sonst nicht merken würdest. Hunde leiden still, wenn sie gesundheitliche Probleme merken und wollen nicht offensichtlich auffallen.

Ist in der Erziehung etwas schief gelaufen, kann es passieren, dass der Hund sich selbst als Rudelführer sieht und ständig unter Strom steht, da er denkt dich und das Haus beschützen zu müssen. Hierbei ist wichtig, dass er dich als Rudelführer sieht und entspannen kann.

Ein weiterer Grund kann auch das Wesen des Hundes sein. Vielleicht wird dieser einfach nicht gerne gestreichelt. Dies solltest du akzeptieren und diesen nur dann streicheln, wenn er auf dich zukommt.

Sollte dein Hund länger alleine bleiben, freut er sich natürlich über eine Extra-Portion Kuscheleinheit.

Beim Kuscheln selbst solltest du beachten, dass sich Hunde schnell unwohl fühlen, wenn du sein Gesicht streichelst. Auch zu viel Liebe und Zuneigung kann auf den Vierbeiner befremdlich wirken und diesen unter Stress setzen.

Streicheleinheiten sollten keine Belohnung beim Training sein und auch nicht verteilt werden, wenn der Hund aufgebracht ist, da dies das Fehlverhalten nur stärkt. Richte dich ganz nach dem Tempo des Vierbeiners.

Hier haben wir für dich unsere beliebtesten Hundeartikel in einer tollen Übersicht zusammengefasst:

Fazit – kuscheln ist in

Dein Hund freut sich über einige Kuscheleinheiten. Es gibt einige Hunderassen, die sind allgemein anhänglicher, als andere.

Zusätzlich spielen die ersten Erfahrungen mit Menschen auch eine Rolle. Bei schlechten Erfahrungen wird der Hund weniger gerne kuscheln wollen, als wenn er im Welpenalter liebevoll Grenzen setzend gekuschelt wurde.

Unter allen Hunderassen gibt es sehr kuschelfreudige Hunde und auch welche, die lieber ihr eigenes Ding machen.

Sollte dein Hund zu eifrig kuscheln wollen, sind liebevolle Grenzen wichtig, um die Beziehung zwischen euch im Gleichgewicht zu halten.