Ist ein Rottweiler für Anfänger geeignet?

Ein Rottweiler braucht einen erfahrenen Hundebesitzer, der Erfahrungen in der Hundeerziehung und -haltung besitzt. Hier ist es wichtig, dass du klare Regeln aufstellen kannst, die auch konsequent eingehalten werden. Der Rottweiler ist ein Familienhund, der Dank seiner Nervenstärke auch bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist.  

Typische Rassenmerkmale von einem Rottweiler

  • Charakter: mutig, selbstbewusst, neugierig
  • Größe: Rüde 61 68 cm; Hündin 56 – 63 cm
  • Gewicht: 35 bis 60 Kilogramm
  • Farben: schwarz
  • Lebenserwartung: 8 – 10 Jahre

Der Rottweiler kann eine Größe von bis zu 68 cm und ein Gewicht von maximal 60 Kilogramm bekommen. 

Diese Hunderasse gilt als sehr selbstbewusst, aufmerksam und mutig. Er ist für viele Hundesportarten einsetzbar und gilt als Arbeitshund. Beim Joggen oder Radfahren könnte der Rottweiler an seine Grenzen stoßen.

Der Rottweiler braucht einen erfahrenen Hundebesitzer.

Mit seiner Lebenserwartung von 8 bis 10 Jahren liegt er etwas unterhalb des Durchschnitts zu den anderen Hunderassen. 

Beim Militärdienst oder auch bei der Polizei wird der Rottweiler gerne eingesetzt aufgrund seiner Nervenstärke und seinem sehr ausgeprägtem Schutzinstinkt. 

Typische Krankheiten zu dieser Rasse zählen zum Beispiel Hüftprobleme, Herzerkrankungen sowie Leukoenzephalomyelopathie

Hast du ein Pferd und möchtest wissen, welche Hunderasse optimal als Pferdebegleitung gilt? In unserem brandneuen Artikel Welcher Hund eignet sich als Reitbegleithund? erzählen wir dir mit welchen Hunderassen du problemlos mit deinem Pferd ausreiten kannst. 

Erziehung und Pflege

Bei der Erziehung ist es sehr wichtig, unbedingt konsequent zu handeln. Mit viel Auslastung und gutem Training kann aus dem Rottweiler ein hervorragender Familienhund werden. 

Besonders durch seine Masse und seinem Selbstbewusstsein ist eine gute Erziehung zum Beispiel in einer Hundeschule sehr entscheidend

Der Rottweiler sollte nicht von einem unerfahrenen Hundebesitzer erzogen werden, da der Halter sehr durchsetzungsfähig und genügend Erfahrung haben sollte. 

Die wichtigsten Erziehungsregeln bei einem Rottweiler sind konsequentes Handeln, klare Befehle und liebevoller und lobender Umgang sowie eine klare Rangordnung, wo der Mensch über dem Hund steht. 

Besonders in den jungen Jahren als Welpe sollte der Rottweiler gut erzogen und sozialisiert werden. 

Hundewelpen brauchen immer viel Beachtung und eine Menge Zeit

Bei der Pflege müssen vor allem die hängenden Ohren gründlich gesäubert werden, damit es zu keinen Entzündungen kommen kann. 

Die Fellpflege ist beim Rottweiler sehr leicht und er braucht nur tägliches Bürsten als zusätzliche Hilfe. 

Für wen ist der Rottweiler geeignet?

Der Rottweiler braucht einen ruhigen und selbstbewussten Besitzer, der viel Erfahrung mit Hunden hat und klare Regeln sowie ein konsequentes Handeln mit sich bringt. 

Besonders durch seine umsichtige Art und seinem liebevollen Charakter ist er als Familienhund wunderbar geeignet. Eine gute Erziehung ist dafür ein Muss.

Auch mit Kindern kann der Rottweiler aufgrund seiner Nervenstärke sehr gut umgehen. 

Er braucht viel Bewegung und Auslauf im Freien und liebt die freie Natur. Deswegen ist es ratsam, einen Rottweiler nicht in einer Großstadt zu halten, sondern lieber auf dem Lande. 

Diese Hunderasse braucht viel Zuneigung und Streicheleinheiten und möchte in einer Familie eingebunden sein. Deswegen braucht der Besitzer viel Zeit und sollte nicht zu lange alleine gehalten werden. 

Der Rottweiler kann auch wunderbar als Wachhund für einen Hof dienen und kann seine Familie gegen Eindringlinge sehr gut beschützen. Jedoch sollte der Halter nicht zu ängstlich oder unsicher mit dem Umgang eines Rottweilers sein, da diese Hunderasse ein konsequentes und selbstbewusstes Handeln braucht. 

Wie viel kostet ein Hund bei der Anschaffung?

Einer der größten Kostenfaktoren sind die anfänglichen Anschaffungskosten. Je nach Rasse kann dein Hund ab etwa 100 EUR Schutzgebühr im Tierheim kosten. 

Für manche Rassehunde mit makellosem Stammbaum kann der Preis deutlich höher liegen. Ein Tibet Mastiff von einem erstklassigen Züchter kostet 10.000 EUR und kann Rekordpreise von 2 Millionen Euro erreichen. 

In der Regel solltest du für die meisten Rassen mit einem Preis von 500 bis 1.500 EUR rechnen.

Beispielhaft kannst du für einen Welpen von diesen Preisen ausgehen:

Welpen vom Züchter kosten immer mehr, als von einem Vermehrer aus Kleinanzeigen. Erfahre hier, was einen Welpen so teuer macht.

Neben dem Kaufpreis kommt auf dich die erste Ausrüstung für deinen Hund dazu. Diese kannst du gut im Tierbedarf kaufen und dich auch beraten lassen, was für euren Anfang sinnvoll erscheint.

Zu der Erstausstattung zählen:

  • Körbchen
  • verschiedenes Hundespielzeug
  • Leine
  • Transportbox
  • Futter- und Wassernäpfe
  • Krallen- und Zeckenzange

Diese Gegenstände können schon gekauft werden, bevor der Hund einzieht. Natürlich sollte man dabei an die richtige Größe denken.

Auch hier können die Preise stark schwanken und du kannst gut erhaltene Sachen gebraucht für einen Schnäppchenpreis kaufen oder dich für die teure Luxus-Ausführungen entscheiden. 

Es liegt ebenfalls an dir, ob du auf Qualität achten möchtest oder du nach dem Motto, Hauptsache günstig, einkaufst.

Ein realistischer Preisrahmen für die Erstausstattung fängt bei 100€ an und kann noch viel mehr kosten, je nach Größe des Hundes und deinen persönlichen Vorlieben.

Wenn dein Hund bei dir eingezogen ist, wirst du vielleicht im Laufe eurer Zeit neues Zubehör kaufen. Hier sind dir keine Grenzen gesetzt und du wirst mit Sicherheit einige Euros im Tierbedarf lassen.

Welche Hunderassen eignen sich als Familienhund?

Bei dieser Vielzahl an Hunderassen gibt es einige Hunde, die sich als Familienhund eignen würden.

Nicht alle bringen von Haus aus diese Eigenschaften mit, aber vielleicht gefällt dir ja einer, bei dem du sagst: Ja, den könnte ich mir für uns vorstellen!

Kleine Hunderassen: Beagle
Beagle sind äußerst kinderlieb, freundlich, ausgeglichen und haben zudem ein starkes Selbstbewusstsein. Mit einem Gewicht von 10 bis 18 kg zählen sie zu den kleinen Hunderassen. Sie wirken aufgeweckt, verspielt, agil und sind besonders intelligent. Ihr kurzes Fell bedarf keiner besonderen Pflege.

Der Beagle ist ein absoluter Familienhund und auch für Anfänger geeignet.

Kleine Hunderassen: Chihuahua
Der aus Mexiko stammende Chihuahua passt mit seinen 1,5 bis 3 kg in jede Westentasche. Mit seinem lebhaften Wesen wirkt er äußerst selbstbewusst, temperamentvoll, mutig und neugierig. Zudem sind Chihuahuas für ihre Anhänglichkeit bekannt. Diese Hunderasse ist sowohl mit langem wie auch mit kurzem Fell ein richtiger Couchkuschler.

Kleine Hunderassen: Malteser
3 bis 4 kg bringt der kleine Malteser auf die Waage. Damit zählt er zu den Mini Hunderassen und ist insbesondere für die Haltung in kleineren Wohnbereichen geeignet. Der aus Malta stammende Stadthund ist intelligent, aufgeweckt und temperamentvoll. Zudem ist er lebhaft, lernbereit und verspielt. Abschließend eignet er sich aufgrund seines anhänglichen Charakters bestens als Familienhund. Mit seinem mittellangen Fell hat er einen etwas höheren Pflegebedarf. Unter Umständen sind regelmäßige Friseurbesuche notwendig.

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Der Malteser ist ein perfekter Familienhund und auch für Hundeanfänger sehr gut geeignet.

Noch mehr Informationen zum Malteser findest du in unserem Rassevergleich von Malteser und Havaneser.

Mittelgroße Hunderassen: Dalmatiner
101 Dalmatiner – wer kennt den Film nicht? Kinder lieben die gepunkteten Vierbeiner. Zu Recht! Mit 24 bis 32 kg zählen sie zu den mittelgroßen Hunderassen. Sie sind äußerst temperamentvoll, weshalb sie sich weniger für kleine, aber für größere Kinder bestens eignen. Darüber hinaus sind sie verschmust, aufmerksam, treu und agil. Ihre sensible Art macht sie zu einem wahren Seelentröster. Ferner sind sie für ihre Anhänglichkeit und ihre Intelligenz bekannt. Aufgrund der kurzen Felllänge sind keine besonderen Pflegemaßnahmen erforderlich.

Mittelgroße Hunderassen: Labrador Retriever
Etwas größer wird es mit einem 25 bis 36 kg schwerem Labrador. Der menschenbezogene Vierbeiner begeistert mit seinem verspielten Charakter, seiner Gutmütigkeit und seinem aufgeweckten Wesen. Labradore sind besonders treu und zuverlässig. Sie haben ein kurzes Fell, dessen Pflege nur wenig Zeit in Anspruch nicht nimmt.

Darüber hinaus eignen sich die folgenden Rassen:

Bedenke bei der Wahl der Hunderasse, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter mitbringt und es auch Hunde gibt, die zu einer passenden Hunderasse gehören, sich aber dennoch nicht für den Job eines Familienhundes eignen.